Jugendkeller

Raum für Ideen und Projekte in der Waldkolonie

 

Die Waldkolonie ist ein heterogener Stadtteil mit 6 sehr unterschiedlichen Wohngebieten. Sie ist von ihrer Altersstruktur her ein sehr junger Stadtteil. Alle Altersgruppen bis 21 Jahre liegen weit über dem städtischen Durchschnitt. Hinzu kommt, dass die Waldkolonie auch für die zukünftige Stadtentwicklung eine wichtige Rolle spielen wird und eine gute demographische Perspektive aufzeigt, da auch hier, ähnlich wie in den Bereichen Süd-Bessungen, Konversionsflächen zur Wohnbebauung zur Verfügung stehen.

In der Arbeit im Projekt Waldkolonie 2020 in den vergangenen beiden Jahren hat sich gezeigt, dass wir es mit einer sehr aktiven, sozial engagierten und wirklich „bunten“ Bürgerschaft und Trägerstruktur in der Waldkolonie zu tun haben. Im Projekt Waldkolonie 2020 wurden Visionen für den Stadtteil erarbeitet und in diesem Zusammenhang, konkrete Bedarfe nach Jugendräumen und gemeinsamen Treffpunkten im Stadtteil benannt. Wir sind über die Sanierungsarbeiten im Akazienweg und der Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses sehr erfreut, geben aber bereits jetzt zu bedenken, dass dieser Platz bei weitem nicht ausreichend ist.

In der Bevölkerung der Waldkolonie gibt es ein großes Interesse an kulturellen Angeboten, Begegnungen, gemeinsamen Festen und verbindenden Aktivitäten. Diese Wünsche möchten wir sowohl für den Jugendbereich als auch für die Erwachsenen und Seniorinnen und Senioren mit den entsprechenden Angeboten realisieren helfen. Dazu brauchen wir Räume. Und deshalb möchten wir den „Jugendkeller“ in unserem Gemeindehaus sanieren.

Die Räume sollen Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Interessen werden. Hier soll es die Möglichkeit des Austausches aber auch die Chance für Eigeninitiative geben. Wir streben für die Raumnutzung eine offene aber verbindliche Struktur an. D.h. es wird eine verbindliche Angebotsstruktur geben, aber auch den Raum für spontane Nutzung.

Die Räume sollen einen verbindenden Charakter haben. Das heißt, Angebote und Veranstaltungen sollen keine einseitigen religiösen und politischen Schwerpunkte haben, sondern in erster Linie informieren und zu gemeinsamen Diskussionen anregen.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Mehrgenerationenhauses im Akazienweg wollen wir für den gesamten Stadtteil an einer Angebotsstruktur arbeiten, die alle Raum- und Personalressourcen einbindet. D.h. eine Art Mehrgenerationenhaus mit Räumlichkeiten über den ganzen Stadtteil verteilt. Für die Zusammenstellung der Angebote in den Räumen möchten wir die Bürgerressourcen der Waldkolonie intensiv nutzen. Die Waldkolonie hat viele Menschen mit kreativen, musischen, künstlerischen und kulturellen Kompetenzen zu bieten. Diesem „Schatz“ möchten wir eine Plattform bieten.

In den beiden Räumen mit insgesamt ca. 70 qm und einer Küche mit 12 qm könnten für Jugendliche regelmäßige Angebote in Kooperation z.B. Kochen, Kochkurse „das perfekte Teenie-Dinner“, Disco, Kino; offener Teenietreff 12 – 17 Jahre / Bildungsangebote, z.B. Kreativ, Kunst, Musik, Theater, etc. und Angebote im Bereich Übergang Schule – Beruf angeboten werden.

Für Erwachsene könnten regelmäßige Angebote in Kooperation, z.B. Kulturangebote, Frauenkurse, Interkulturelle Kochtreffs, Stadtteil-Theatergruppe, Ausstellungen, Elterngesprächskreise, angeboten werden. Zudem benötigen wir den Keller als Treffpunkt für unsere Pfadindergruppe, und für unsere Seniorinnen und Senioren.

Nicht zuletzt könnten die Räumlichkeiten für Feiern und Feste genutzt und zur Verfügung gestellt werden.

Damit wir die Räume wie oben beschrieben nutzen können, brauchen wir eine funktionale Küche und ein Multifunktionales Mobiliar, eine Leinwand und eine Musikanlage.

Die Küche hat die Gemeinde auf eigene Kosten bereits fertig gestellt. Die bestehende WC-Anlage ist wurde ebenfalls renoviert. Aber die beiden Gruppenräume müssen noch umfänglich saniert werden, wozu auch der Einbau von Brandschutztüren gehört.

Alles in allem benötigen wir sicher noch mindestens 20.000 € damit wir die Räume wie geplant für die Bewohnerinnen und Bewohner der Waldkolonie nutzen können.

Der Altoberbürgermeister Walter Hoffmann hatte eine große Darmstädter Softwarefirma unser Anliegen mit der bitte um eine finanzielle Unterstützung ans Herz gelegt. Unmittelbar nach der OB-Wahl wurde uns jedoch mitgeteilt, dass das Projekt aus Sicht der Firma nicht förderungswürdig ist. So sind wir erneut auf der Suche nach einem oder mehreren Sponsoren, denn wir als Gemeinde können die Kosten nicht alleine tragen.

Wenn Sie uns und damit die Menschen in der Waldkolonie unterstützen möchten, damit wir gemeinsam Räume schaffen können, wenden Sie sich bitte an mich, an die Mitglieder des Kirchenvorstandes oder an unser Gemeindebüro.

R. Lach

 

Das Nutzungskonzept zum Download erhalten Sie hier.